Audi A8 (D4)

Audi A8 (D4)Der Audi A8 ist ein Oberklassefahrzeug von Audi, das seit Mitte 1994 hergestellt wird und das Nachfolgemodell des Audi V8 darstellt. Ein Großteil seiner Technikkomponenten fanden auch im VW Phaeton Verwendung, vor allem bei der zweiten Generation (D3).

Die dritte Generation des A8  (interne Typbezeichnung 4H) wurde am 1. Dezember 2009 in Miami auf der Design Miami vorgestellt. Drei Monate nach der Vorstellung kam das neue Modell auf den deutschen Markt.

Karosserie:

Die Aluminiumkarosserie des D4 ist acht Zentimeter länger als die des Vorgängers. Die Version mit kurzem Radstand misst etwa 5,14 m, die mit langem Radstand etwa 5,27 m. Im Vergleich zu seinen Konkurrenten ist der A8 trotz Gewichtszunahme im Vergleich zum Vorgänger mit einem Gewicht von 1905 bis 2120 kg eines der leichtesten Modelle seiner Klasse, nur der Jaguar XJ ist noch leichter. Der cw-Wert liegt bei 0,26. Der A8 D4 teilt sich nicht mehr die technische D-Plattform mit dem Phaeton und Bentley-Modellen, sondern es verwendet den von Audi entwickelten Modularen Längsbaukasten.

Technische Ausstattung:

Beim Audi A8 D4 bietet Audi ein Paket verschiedener technischer Maßnahmen an. Diese sollen den Komfort des Fahrers im Fahrzeug steigern, eine ausreichende Sicherheit gewährleisten und den Kraftstoffverbrauch senken. Zu den Maßnahmen gehören:

  • Vernetzung aller elektronisch gesteuerten Systeme durch FlexRay: Beispielsweise berücksichtigen der Abstandsregeltempomat und die adaptiven Scheinwerfer Informationen des Navigationssystems und der Kamera unter dem Rückspiegel. Dadurch kann das Autobahnlicht schon an der Auffahrt und das Kurvenlicht vor dem Erreichen der Kurve aktiviert werden. Das Licht wird auch an das jeweilige Land angepasst: Bei der Ankunft in Ländern mit Linksverkehr wird die entsprechende Leuchteinheitengruppe automatisch aktiviert, selbst wenn das Navigationssystem ausgeschaltet ist.
  • Der A8 wird mit Audi MMI, inklusive eines mobilen Breitband-Internetzugangs angeboten, mit UMTS-Technologie ebenso wie 3D-Navigation mit Google-Earth-Unterstützung.
  • Adaptiver Fernlichtassistent: eine Kamera erkennt nachts entgegenkommende oder vorausfahrende Fahrzeuge und regelt das Fernlicht und die Leuchtweite gleitend.
  • Spurhalteassistent (Audi lane assist)
  • Spurwechselassistent (Audi side assist)
  • Nachtsichtassistent mit Fußgänger-Erkennung
  • Geschwindigkeitslimit-Assistent
  • Abstandsregeltempomat (adaptive cruise control) mit Stop-&-Go-Funktion (0–250 km/h) inklusive automatischer Notbremsung (Audi pre sense): Nutzt mehrere Radarsensoren, eine Videokamera (erstmals bei einem deutschen Hersteller) und die Sensoren der Einparkhilfe. Im zähfließenden Verkehr oder im Stau regelt es das Abbremsen und das Anfahren. In Verbindung mit den Radarsensoren des Spurwechselassistenten wird in Situationen, bei denen eine Kollision unvermeidlich ist, eine autonome Vollverzögerung eingeleitet, um die Stärke des Aufpralls so weit wie möglich zu verringern.
  • Einpark-Assistent
  • Die achtstufige Tiptronic mit der sogenannten Shift-by-wire-Technologie
  • Eine Dynamiklenkung für ein präziseres Lenkgefühl
  • Eine Karosserie aus Aluminium, Audi Space Frame genannt, zur Reduktion des Gewichts und Kraftstoffverbrauchs.
  • Durch das optional erhältliche quattro mit Sportdifferenzial an der Hinterachse können die einzelnen Räder der Hinterachse ein unterschiedliches Antriebsmoment erhalten. Die Kraft wird beim Anlenken oder beim Beschleunigen in einer Kurve gezielt zum kurvenäußeren Hinterrad gelenkt, wodurch das Auto von der Antriebskraft in die Kurve hineingedrückt wird und dem Winkel der Vorderräder folgt.
  • Das serienmäßig erhältliche Audi drive select, ein System, das es erlaubt, einige Fahrdynamikregelsysteme elektronisch zu beeinflussen.
  • Optionale energiesparende LED-Scheinwerfer, die Abblendlicht, Fernlicht, Tagfahrlicht, Blinklicht und statisches Abbiegelicht enthalten. Ab 110 km/h wird die Reichweite von der Autobahn-Funktion erhöht.

Modellpflege:

Im September 2013 wurde im Rahmen der im selben Jahr stattgefundenen IAA der überarbeitete A8 präsentiert.

Dabei wurden die Motorhaube, der Singleframe-Grill und der Frontstoßfänger leicht verändert. Die Unterkante der Scheinwerfereinheiten verläuft künftig gerade. Am Heck sind die LED-Leuchten flacher geworden. Der neu gezeichnete Stoßfänger schließt bei allen Motorisierungen bis auf den S8 zwei rautenförmige Endrohre ein. Neue Chromleisten und hochglänzend schwarze Fensterrahmen runden die Design-Differenzierungen ab.

Der A8 verfügt nun optional über die neuartige LED-Technologie Matrix LED in den Frontscheinwerfern. Das Abblenden soll damit künftig nur noch partiell geschehen, der Rest des Sichtfeldes soll immer taghell ausgeleuchtet sein (Blendfreies Fernlicht).

Auch die Blinker wurden überarbeitet. In den verbesserten Scheinwerfern, so die Ingolstädter, liegen je 18 Leuchtdioden in einem Streifen nebeneinander, in sieben Blöcke unterteilt. In den Heckleuchten ermöglichen je 24 LED in acht Segmenten das Blinklicht mit dynamisierter Anzeige.

Motoren:

Zu Beginn wurden zwei Motorenvarianten angeboten: je ein 4,2-l-V8 als Benziner und Turbodiesel. Da die Konkurrenz in der Oberklasse für diese Leistungsklasse inzwischen auf sparsamere V6-Biturbo-Motoren setzt, ist der V8-Diesel der letzte seiner Art in dieser Klasse. Später folgte ein 3-l-V6 mit Kompressoraufladung.

Seit Ende 2010 sind auch ein V6-Diesel und ein W12-Benziner sowie eine Langversion verfügbar.

Des Weiteren ist seit August 2011 eine Einstiegsversion mit Frontantrieb und einem modifizierten 3.0 TDI mit 150 kW (204 PS) und 6,0 Liter Normverbrauch verfügbar. Auch die Sportversion S8 wurde bereits vorgestellt. Das Modell hat, wie die beiden neuen Sportmodelle S6 und S7 von Audi, einen 4.0 V8 mit Biturboaufladung, der im S8 520 PS und 650 Nm bereitstellt, anstatt 420 PS und 550 Nm wie in den beiden anderen Modellen. Der Audi S8 soll von 0 auf 100 km/h in 4,1 Sekunden sprinten. Außerdem ist seit 2015 der S8 Plus mit einem auf 605 PS und 750 Nm gesteigerten Motor erhältlich. Dieser wiederum beschleunigt von 0 auf 100 km/h in 3,8 Sekunden. Dieser Motor verfügt über Zylinderabschaltung (auch bei S6 und S7 der Fall), das heißt, im Teillastbereich werden nur vier von den insgesamt acht Zylindern genutzt. Das trägt zum effizienteren Verhalten bei. Seit April 2012 ist der Audi A8 auch mit Hybridantrieb erhältlich. In dieser Version wird der A8 erstmals mit einem nur zwei Liter großen Vierzylindermotor ausgerüstet.

Im Spätsommer 2013 wurden neben der Optik auch die Motoren modifiziert. So leistet der 3,0 TFSI nun 310 PS und der Vierliter-Benziner 435 PS. Vom drei Liter großen Diesel gibt es jetzt auch eine clean-Variante mit 258 PS, ebenso vom 4,2 TDI, der über 385 PS verfügt.

Technische Daten:

  • Produktionszeitraum: seit 2009
  • Klasse: Oberklasse
  • Karosserieversionen: Limousine
  • Motoren: Ottomotoren: 2,0-6,3 Liter (180-445 kW), Dieselmotoren: 3,0-4,2 Liter (150-283 kW)
  • Länge: 5135-5267 mm
  • Breite: 1949 mm
  • Höhe: 1458-1471 mm
  • Radstand: 2990-3122 mm
  • Leergewicht: 1870-2170 kg
  • Vorgängermodell: Audi A8 (D3)

 

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