Audi S6 (C5)

Audi S6 (C5)

Der S6 der zweiten A6-Generation (C5) wurde ausschließlich mit einem 4,2-Liter-V8-Motor angeboten. Der überarbeitete Achtzylinder mit Schaltsaugrohr und fünf Ventilen je Zylinder leistete nun 250 kW (340 PS).

Das Modell besaß im Vergleich zum serienmäßigen A6 (mit Vier- oder Sechszylinder-Motoren), einen um 37 mm verlängerten Vorderwagen und zusätzlich stark ausgestellte Kotflügel (gilt auch für den A6 4.2 mit 220 kW und den Audi RS6 dieser Generation) und war wie alle A6 C5 mit einer vollverzinkten Karosserie ausgestattet. Um Gewicht zu sparen, wurden bei allen V8-Modellen die Motorhaube und die Kotflügel aus Aluminium gefertigt. Dabei wurde bereits ab April 1999 der Audi-Doubleframe-Kühlergrill gezeigt, der die Vorstufe zum neuen Singleframedesign darstellte. Dieses Erscheinungsbild wurde bei der Modellpflege des A6 C5 im Mai 2001 auf alle A6-Modelle übertragen.

Im Zeitraum von September 1999 bis Mai 2001 war der S6 mit einem Sechsgang-Schalt- und Fünfgang-Automatikgetriebe (Tiptronic) erhältlich, nach der Modellpflege 2001 wurde das Schaltgetriebe aus dem Programm genommen. Obwohl nur eine Motorisierung verfügbar war gab es zwei Motorkennbuchstaben (AQJ bis 08/2000 ab da ANK). Unterschieden haben sich die Motoren im Ansaugtrakt und diversen Steuerelektroniken, der ANK-Motor besaß im Gegensatz zum AQJ anstatt zwei beheizter Lambdasonden vier Stück, obwohl bereits ab dem Modelljahr 2000 auch der AQJ-Motor anstatt der D3-Norm die EU3-Norm erfüllte. Die Beschleunigung der Limousine von 0 auf 100 km/h erfolgte mit Schaltgetriebe in 5,7 Sekunden (Automatik: 6,7 s); der Avant ist jeweils 0,1 s langsamer. Elektronisch abgeregelt wurde der S6 bei einer Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Wie jeder Audi mit diesen Leistungsdaten verfügte auch dieses Modell serienmäßig über den Allradantrieb quattro, weitere serienmäßige Besonderheiten im Gegensatz zum A6 waren.

Zubehör:

Als Option ab Werk für den S6 gab es eine exklusive 16-Zoll-Leichtmetallfelge mit Reifen in 215/55 R16 für den Winter mit der ein Schneekettenbetrieb möglich gewesen ist. Über die quattro GmbH waren diverse Sonderräder (z.B. 18-Zoll-S-line Rad im 9-Speichen-Design) und andere Individualisierungsmöglichkeiten verfügbar. Das Zubehör des A6 konnte ebenfalls für den S6 verwendet werden.

Modellpflege:

Wie auch beim A6 C5 erfolgte im Mai 2001 beim S6 eine Modellpflege. Hierbei wurden einige optische wie auch technische Merkmale verändert.

Unter anderem war von diesem Zeitpunkt an ein Bi-Xenon-Scheinwerfer serienmäßig. Die Radioantenne und der Empfänger des Navigationssystems, die bisher getrennt voneinander im hinteren linken Kotflügel und auf dem Kofferraumdeckel untergebracht waren, wurden zu einer Einheit zusammengesetzt und als kurze, sportliche Dachantenne ausgeführt.

Im Innenraum erhielt das Fahrzeug die neue Generation des 3-Speichen-Leder-Sport-Lenkrades mit einem Chromring um das zentrale Audi-Logo, welcher bisher als Kunststoffring ausgeführt war. Das Schaltgetriebe wurde aus dem Programm genommen, und die bisherige Audi-Sport-Fahne wurde durch das neue und bis dato aktuelle Audi-S-Emblem abgelöst. Das neue Emblem war im Tacho, auf der unteren Speiche des Lenkrades, auf den Einstiegsleisten sowie an Front und Heck zu finden. Die Limousine hatte einen Basispreis von 65.450 € (128.009,07 DM), während für den Avant 67.550 € (132.116,32 DM) aufgerufen wurden (Stand: Preisliste Mai 2001).

Kurz vor Produktionsende des S6 C5 im Jahr 2005 war die erste Generation des Audi-Navigationssystems Plus mit Audi MMI-Bedienlogik (auch genannt RNS-E) verfügbar, welche bis 2013 in Modellen wie dem Audi TT (Typ 8J) Verwendung fand.

Das leistungsstärkste Topmodell dieser Baureihe war der zwischen Mitte 2002 und Ende 2004 produzierte Audi RS6.

Technische Daten:

  • Produktionszeitraum: 1999-2005
  • Klasse: Obere Mittelklasse
  • Karosserieversionen: Limousine, Kombi
  • Motoren: Ottomotoren: 4,2 Liter (250 kW)
  • Länge: 4833 mm
  • Breite: 1850 mm
  • Höhe: 1433-1465 mm
  • Radstand: 2759 mm
  • Leergewicht: 1735-1815 kg
  • Vorgängermodell: Audi S6 (C4)
  • Nachfolgemodell: Audi S6 (C6)

 

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