Audi TT (8J)

Audi TT (8J)Der Audi TT 8J ist der Nachfolger des ersten Audi TT und wurde am 8. April 2006 vorgestellt. Auf den Marktstart des Kombicoupé 2006, erschien im März 2007 Roadster-Variante.

Technik:

Beim Audi TT 8J handelte es sich um ein vollkommen neu entwickeltes Fahrzeug auf der Plattform des 2003 vorgestellten Audi A3 8P, auf dessen Basis auch der VW Golf V und Touran I entwickelt worden waren. Dementsprechend zahlreiche technische Neuerungen wurden vorgestellt: Mit der zweiten TT-Generation wurde erstmals das adaptive Dämpfersystem Audi magnetic ride wahlweise angeboten. Des Weiteren wurde eine Weiterentwicklung des ASF (Audi Space Frame) verwendet, eine Materialkombination aus Aluminium und Stahl, die das Fahrzeug bei gleichzeitigem Stabilitätsgewinn leichter machte.

Zum Verkaufsstart waren der 2,0-Liter-Turbomotor (Reihenvierzylinder) mit 147 kW (200 PS) sowie der 3,2-Liter-V6 mit 184 kW (250 PS) verfügbar. Beide waren mit dem Doppelkupplungsgetriebe S tronic (ehemals DSG) kombinierbar. Als Einstiegsmotorisierung wurde im Frühjahr 2008 der neuentwickelte 1,8-Liter-TFSI-Motor mit 118 kW (160 PS) vorgestellt und zeitgleich ein 2,0-Liter-Dieselmotor mit 125 kW (170 PS) präsentiert.

Modellpflege:

Auf der AMI 2010 wurde die Modellpflege des TT vorgestellt, der ab Ende Mai 2010 verkauft wurde.

Äußerlich wurde der TT an Front- und Heckpartie etwas verändert, die Scheinwerfer wurden überarbeitet und es stehen neue Lackierungen zur Auswahl. Der Innenraum zeigt ebenfalls nur kleine Änderungen wie Applikationen und neue Innenfarben.

Motorentechnisch gab es mehrere Änderungen. Der 3,2-l-VR6 fiel aus dem Programm und der 147 kW starke 2.0 TFSI wurde durch den ebenfalls mit zwei Litern Hubraum ausgestatteten und 155 kW starken Motor aus dem VW Golf VI GTI ersetzt, den Audi wie im A4/A5 mit einer variablen Ventilsteuerung ausstattete, was gegenüber dem Motor im Golf GTI 70 Nm mehr Drehmoment verschafft.

Modellbasis:

Technisch basierte die erste Generation des Audi TT wie der VW Golf IV und der Audi A3 8L auf der VW-Plattform PQ34, wobei die hintere Verbundlenkerachse der Golf-Modelle bei den quattro-Modellen gegen eine Einzelradaufhängung mit Längs- und Querlenkern ausgetauscht wurde.

Für die zweite Generation des Audi TT wird die vom Golf V und der Audi A3 8P bekannte Technik (VW-Plattform PQ35) genutzt. Sie wurde aber u. a. wegen der deutlich größeren Räder stark modifiziert. Die Vorderachse hat weitgehend neu entwickelte MacPherson-Federbeine mit versetzten Schwenklagern, die Hinterachse ist eine Vierlenker-Konstruktion. Um eine Gewichtsverteilung von 58 : 42 zu erreichen, wurde der Audi-Spaceframe (ASF) zu zwei Dritteln aus Aluminium gefertigt.

Neuartig ist auch das optionale Audi magnetic ride, ein spezielles magneto-rheologisches Stoßdämpferöl, das eine dynamische Anpassung der Dämpfungseigenschaften an die jeweilige Fahrsituation ermöglicht. Die Anpassung wird von einem extern beeinflussbaren Magnetfeld gesteuert, wodurch das mit Metallpartikeln versehene Öl in den Stoßdämpfern seine Viskosität und damit deren Härte verändert.

Wie beim A3 hat der Quattro-Allradantrieb des TT nicht das für Audi typische Torsen-Ausgleichsgetriebe, sondern wurde vom VW Golf 4Motion mit Haldex-Kupplung übernommen.

Technische Daten:

  • Produktionszeitraum: 2006-2014
  • Klasse: Coupé/Sportwagen
  • Karosserieversionen: Kombicoupé, Roadster
  • Motoren: Ottomotoren: 1,8-3,2 Liter (118-265 kW)
  • Länge: 4178-4198 mm
  • Breite: 1842 mm
  • Höhe: 1342-1358 mm
  • Radstand: 2468 mm
  • Leergewicht: 1315-1610 kg
  • Vorgängermodell: Audi TT (8N)
  • Nachfolgemodell: Audi TT (FV)

 

Vielen Dank für deinen Besuch dieser Seite!