Smart fortwo coupé (C 450)

Smart fortwo coupé (C 450)Der Smart Fortwo (als Marke: smart fortwo), der bis Anfang 2004 als smart City-Coupé bezeichnet wurde, ist ein kleines Stadtauto. Er ist das erste Modell der Automarke smart.

Der smart fortwo hat in der Diesel-Ausführung einen CO2-Ausstoß von 88 Gramm pro Kilometer (g/km). Mit der Einführung des überarbeiteten Modells der zweiten Generation des Fortwo im Herbst 2010 konnte der CO2-Ausstoß im NEFZ auf 86 g/km reduziert werden. Damit hat er nach dem Kia Rio 1.1 CRDi ISG (85 g/km im gleichen Testzyklus) den zweitgeringsten CO2-Ausstoß unter den 2010 produzierten Großserien-Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor.

Bis Juli 2013 liefen 1,5 Millionen Fortwo im Werk Smartville Hambach im französischen Hambach vom Band.

Der Fortwo (intern: C 450, Coupé – A 450, Cabriolet) ist ein heckgetriebenes, zweisitziges Auto mit 2,5 m Länge, 1,51 m Breite und 1,52 m Höhe. Angetrieben wird er von einem Dreizylinder-Turbomotor, anfangs mit einem Hubraum von 599 cm³ und einer Leistung von 33 kW (45 PS), 40 kW (54 PS), ab dem Facelift 2003 45 kW (61 PS). Bei 135 km/h wird der Motor serienmäßig abgeregelt. In der Version mit Ottomotor verbraucht der Smart Fortwo 5,5 bis 6,5 Liter Super-Benzin je 100 km, abhängig von Bereifung und Fahrstil. Durch Chiptuning ist die Leistung des Motors auf etwa 59 kW (80 PS) steigerbar, dabei wird in der Regel auch die elektronische Abregelung aufgehoben und so die Endgeschwindigkeit deutlich erhöht. Der Motor ist hinter den Sitzen unter dem Kofferraum vor der Hinterachse eingebaut. Serienmäßig hat er ein ESP (bis Anfang 2003 in Form eines als Trust-Plus bezeichneten und ohne Bremseneingriff nur durch Drosselung und Auskuppeln des Motors reagierenden „abgemagerten“ Systems, später als vollwertiges ESP), ABS, Airbags und ein sequentielles automatisiertes Sechsgang-Schaltgetriebe, je nach Ausstattung mit wahlweise automatisiertem Schalten. Die komplette Hinterachseinheit mitsamt Motor und Getriebe wird in einem der vier Äste der kreuzförmigen Smart-Fabrik von Thyssenkrupp Automotive für Smart hergestellt. Das ESP war bei der Konstruktion des Smarts nicht geplant, erst das mehrmalige Umkippen des Smarts beim so genannten Elchtest – der fehlende, aber ursprünglich geplante Akku in der Bodengruppe machte sich bemerkbar – führte zu dem Entschluss, die Auslieferung um sechs Monate zu verzögern und vorerst das Trust-Plus nachzurüsten. Die tragende Basis des Fahrzeugs ist die so genannte Tridion-Sicherheitszelle aus hochfestem Stahl, an der dann die aus thermoplastischem Kunststoff hergestellten weiteren Karosserieteile und die Aggregate angebracht wurden. Das Fahrwerk besteht vorn aus MacPherson-Federbeinen mit Dreieckslenkern (1998–1999 GFK-Blattfedern) mit einer Zahnstangenlenkung (sehr selten mit elektrischer Servolenkung). Hinten wurde eine starren De-Dion-Achse mit Schraubenfedern und hydraulischen Stoßdämpfern verbaut. Vorn sind Scheiben, hinten Trommelbremsen eingebaut.

Im November 1999 wurde ein am Fahrwerk (Schraubenfedern in Federbeinen statt GFK-Blattfedern) und im Innenraum (Standard-Stofffarbe Grau statt Blau) überarbeitetes Modell herausgebracht. Ab Januar 2000 war der Smart Fortwo auch mit einem Common-Rail-Diesel, interne Bezeichnung OM 660, erhältlich. Dieser Motor war mit 0,8 Liter (799 cm³) Hubraum bei drei Zylindern der damals kleinste in Serie gefertigte PKW-Dieselmotor der Welt, mit einem Normverbrauch von 3,3 l/100 km und einer Leistung von 30 kW (41 PS).

Weil er nur 2,5 Meter lang ist, passen oft zwei Smart Fortwo in eine normale Parklücke. Auch findet man in verschiedenen Parkhäusern spezielle kleine Smart-Parkplätze (sogenannte „3-Meter-Parkplätze“).

Ob das von einigen Smart-Fahrern praktizierte Querparken gegen die deutsche Straßenverkehrsordnung verstößt, ist umstritten. Aus § 12 Abs. 4 StVO ergibt sich kein eindeutiges Gebot, parallel zum Fahrbahnrand zu parken. Das Querparken verstößt aber gegen die StVO, wenn das querparkende Fahrzeug aus der Parklücke so weit hervorsteht, dass der fließende Verkehr behindert und gefährdet wird. Hingegen ist das Querparken zulässig, wenn es die örtlichen Verhältnisse erlauben, also entweder die Parklücke breit genug ist oder von normalen Fahrzeugen nicht nutzbarer „toter“ Raum im Anschluss an Schrägparker zum Parken genutzt werden kann.

In Österreich verstößt das Querparken gegen § 23 Abs. 2 StVO.

Auch das Wiener Übereinkommen über den Straßenverkehr schreibt in Art. 23 Abs. 2 Buchst. b Parallelparken vor, außer wo die örtlichen Verhältnisse etwas anderes erlauben.

Modellpflege:

Im Januar 2003 erschien die überarbeitete 2nd generation genannte Ausführung des Smart Fortwo mit einem größeren Ottomotor mit nun 698 cm³ Hubraum, einer Leistung von 37 kW (50 PS) oder 45 kW (61 PS) und erweitertem ESP mit Bremseingriff auf einzelne Räder. Dabei wurde zum wiederholten Male das Fahrwerk überarbeitet und die Karosserie um 10 mm höher gelegt, weil nun das ESP fahrdynamische Einflüsse des höheren Schwerpunktes ausglich.

Der Luftwiderstandsbeiwert des Wagens beträgt 0,37.

Technische Daten:

  • Produktionszeitraum: 1998-2007
  • Klasse: Kleinstwagen
  • Karosserieversionen: Kombicoupé, Cabriolet, Roadster
  • Motoren: Ottomotoren: 0,6-0,7 Liter (33-55kW), Dieselmotoren: 0,8 Liter (30 kW)
  • Länge: 2500 mm
  • Breite: 1510 mm
  • Höhe: 1520 mm
  • Radstand: 1812 mm
  • Leergewicht: 720-805 kg
  • Nachfolgemodell: Smart fortwo coupé (C 451)

 

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